Empörung und Fußball…

…meine Lieblingskombination der letzten Wochen.

Über das dämliche Gauchogate und die WM will ich eigentlich nicht mehr reden. Ich habe jeden Post dazu tatsächlich einfach wieder gelöscht.

Dann kam jetzte die Sache mit “BVB Hurensöhne”.

Jo. Ein Aufschrei. “Kann man doch nich machen” – Doch kann man. Der Spruch is ja einfach noch mehr Standart als der dämliche Gouchotanz. Das is so verdammt üblich wie Bier im Stadion zu trinken.

Was es nicht besser macht. Ich finde die Bezeichnung Hurensohn mehr als daneben. Ich sings im Stadion nich mit. Ich fühle mich dann unwohl. Was daran liegen könnte, dass ich nich nur eine Sexarbeiter_in in meinem Leben kennen gelernt habe und ich es schlicht schade finde, wenn Menschen derart behandelt werden, nur aufgrund vom Beruf oder dem Beruf der Eltern

Aber: Der Aufschrei – wie bei dem Gouchomist. Den verstehe ich nicht. Ich würde ihn verstehen, wenn all die Menschen, die diesmal geschrien haben auch schon vorher mal was zum Thema Stadionkultur gesagt hätten.  Aber da kommt ja nix. Im Stadion während der Saison alles erlaubt ist. Der “Fußballfan” darf und kann alles. Und nein es gibt keine Kritik. Bei der Eintracht Frankfurt wird häufiger “Verreck, Verreck, Mainzer Dreck” gerufen. Natürlich mit vorliebe gegen Mainz. Ich finde Menschen den Tod zu wünschen nicht im geringsten witzig und gut. Aber es wird gemacht. Es wird akzeptiert, es wird mit gemacht und gefeiert.

Wenn wir uns jetzte mal alle an die Patschehändchen fassen und vielleicht darüber nachdenken, dass Empörung was echt emotionales und kurzweiliges ohne jegliche Konsequenz ist und vielleicht einfach mal 5 Minuten länger drüber nachdenken und mal mehr als nur ein 3 Sekunden Video betrachten, sondern das was da aussenrum sonst noch passiert, kämen wir vielleicht zum Schluss das was schief läuft. Das Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und alls das in der von uns so geliebten Fußballwelt existieren. Das man da drüber reden sollte und kann. Und das das effektiver wäre, als son möchtegern Shitstorm.

Weniger Empörungstweets und Artikel. Mehr denken. Danke.

Es gibt da btw einen netten Artikel vom Deutschlandfunk zu “Empörung statt politische Partizipation”

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