SciFi und Feminismus

Eine Buchvorstellung: “Alien Gender” von Nadja Sennewald

Ich liebe Star Trek. Und ich beschäftige mich viel und gerne mit dem Thema Feminismus.
Aus feministischer Perspektive hat sich TNG aber nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert – weswegen ich danach VOY ziemlich großartig fand: ein weiblicher Captain. Aber so 100% cool war das alles immer noch nicht. Ne ganze Weile war eine meiner Hauptbeschäftigungen also über die Genderrollen und deren Darstellungen in Star Trek, aber auch SciFi im Allgemeinen, nach zu denken. Naja und zu reden. So auch auf meinem geliebten Queerfeministischen Biertrinkstammtisch. Dieser Stammtisch ist unter anderem so großartig, weil da auch die @riotsam ist. Sie weiß alles (naja zumindet viel) wenns ums Thema Queerfeminismus und Subkultur geht. Sie hat mir dann das Buch „Alien Gender“ von Nadja Sennewald empfohlen – und jetzt auch zum lesen ausgeliehen (Danke <3) – in dem es genau um das Thema geht.
(eigentliche lese ich grade Feminismus und Poststrukturalismus von Chris Weedon – auch sehr empfehleneswert)

Zum Buch.
Es ist eine Doktorarbeit. Das merkt man natürlich auch. So wird als Einstieg natürlich erst mal erzählt, was genau untersucht wird (Star Trek und Babylon 5) und warum und wie.
Gut und spannend an dieser Studie ist, dass sie die Erzählungsperspektive (Narrative) und die Filmsprache analysiert. Also nicht nur wer was wo wie warum in welchem Kontext macht, sondern auch wie es bildlich, Ausleuchtungstechnisch etc dargstellt wird.
Ansonsten geht es vorallem um Rollen, Figuren und Bilder aus TNG, DS9, VOY, AND bei Star Trek und bei Babylon 5 um die Serie Spacecenter Babylon 5 und das Spin Off Cusader (ich werde mir wohl doch noch AND und Babylon 5 anschaun müssen).

Das Buch ist unglaublich spannend. Es gibt neue Perspektiven auf die Charaktere und Geschichten, rüttelt ganz schön an dem progressivem Bild, was ich von Star Trek hatte und ist gut verständlich – obwohl es eine akademische Arbeit ist. Ich bin jetzt tatsächlich durch – obwohl Fachliteratur lesen ja eigentlich nicht meine Stärke ist. Die Analyse der Captains fand ich sehr spannend, weil neben Picard natürlich alle Captains nur unperfekt wirken können und auch das Aufdröseln von den Figuren der “Actiongirls” – mein Bild von Star Trek hat sich defintiv verändert.

Also: Lesen. Alle.

Advertisements
This entry was posted in allesdaswasglücklichmacht, Feminismus and tagged , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s